Schutz und Unterstützung von LGTB+ Personen und Organisationen in Uganda

Queere Nothilfe Uganda

von Ute Hiller, Stephan Jäkel
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Warum deine Spende wichtig ist

Queere Menschen in Uganda brauchen unsere Solidarität und Unterstützung. Seit das „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ im Sommer 2023 in Kraft trat, drohen bei „homosexuellen Handlungen“ Haftstrafen oder sogar die Todesstrafe.

Viele LGBTIQ*-Personen erleben Gewalt, trauen sich nicht mehr aus dem Haus, haben keinen Zugang mehr zu Prävention, Unterstützung und Versorgung und zum Gesundheitssystem. Viele Menschen mit HIV kommen nicht mehr an ihre Medikamente.

Der politische und juristische Kampf gegen das queerfeindliche Gesetz gehen weiter. LGBTIQ*-Personen in akuter Not brauchen aber jetzt unsere Unterstützung. Wichtig sind vor allem

  • Lebensmittelpakete für Menschen, die aus Furcht vor Lynchjustiz oder Verhaftung nicht aus dem Haus können
  • Notunterkünfte für je drei bis vier Personen: Miete, Nahrungsmittel, Strom, Wasser & Co.
  • Medikamente und Medizinprodukte
  • Gelder für Transport, Kommunikation (Telefonie, Internet), juristische Unterstützung.

Deine Spende kommt an

Das Bündnis Queere Nothilfe Uganda wird von WE AID unterstützt, einer Plattform für gemeinnützige Krisennothilfe. Auf diese Weise kommen 100 % der gespendeten Gelder den Spendenzwecken zugute, ohne Abzug von Verwaltungskosten.

Jede Spende hilft, queere Menschen in Not mit dem Nötigsten zu versorgen: ein Dach über dem Kopf und Schutz vor Gewalt, Wasser und Lebensmittel, Medikamente und medizinische Versorgung, Datenvolumen und Gesprächszeit, um mit anderen in Kontakt zu bleiben, Beratung und Unterstützung.

Das Bündnis Queere Nothilfe Uganda

Im Bündnis Queere Nothilfe Uganda haben sich Vertreter*innen von Organisationen aus der LGBTIQ*-Community in Deutschland und engagierte Einzelpersonen zusammengeschlossen, darunter auch Menschen in oder aus Uganda.

Queer Emergency Aid Uganda Alliance – Love is love. Humanrights are for everybody.

Wir sind sehr besorgt über die Lage von queeren Menschen in Uganda. Uns erreichen viele Nachrichten von LGBTIQ*, ihren Familien und ihren zivilgesellschaftlichen Vertreter*innen.

Gemeinsam wollen wir queeren Menschen in Not helfen.

Das „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ von 2023

In Uganda ist im Sommer 2023 eines der queerfeindlichsten Gesetze der Welt in Kraft getreten, der „Anti-Homosexuality-Act 2023“. Er verbietet alle sexuellen Handlungen zwischen Personen des gleichen Geschlechts und außerdem die „Förderung“ oder Anerkennung solcher Handlungen.

Homosexuelle Handlungen können mit lebenslanger Haft bestraft werden und schon der Versuch mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Bei „erschwerter Homosexualität“ droht sogar die Todesstrafe – zum Beispiel dann, wenn in der Folge der sexuellen Handlung eine tödliche Krankheit übertragen wird (gemeint ist offenbar vor allem HIV), oder wenn es sich um „Wiederholungstaten“ handelt.

Zum Verbot von homosexuellen Handlungen kommt die Pflicht, solche Handlungen zu melden – allein schon den Verdacht, dass eine Person homosexuelle Handlungen ausüben will. Wer das nicht tut, riskiert eine Geldstrafe, Organisationen droht die Schließung.

Als verbotene „Förderung von Homosexualität“ gilt es zum Beispiel, wenn man Personen oder Organisationen Gelder, Medien oder Räume für Aktivitäten zur Verfügung stellt, die zur Homosexualität „ermutigen“.

Die Folgen des „Anti-Homosexuality-Act“ für queere Menschen

Schon vor dem Anti-Homosexuality-Act von 2023 war Homosexualität in Uganda verboten. Immer wieder kam es auch zu Gewalt gegen Menschen aus der LGBTIQ*-Community, aber immerhin konnten queere Menschen sich für ihre Rechte einsetzen und einander unterstützen.

Nun droht in manchen Fällen sogar die Todesstrafe. Und Aufklärung, Prävention und Unterstützung für Menschen aus der LGBTIQ*-Community sind höchstens noch heimlich möglich und für alle Beteiligten sehr gefährlich.

Bereits während der Diskussion über das Gesetz stieg die Gewalt gegen queere Menschen an. In den Kirchen wird öffentlich gesagt, es sei in Ordnung, Schwule und Lesben zu töten, um die Kinder vor ihnen zu „schützen“.

Viele LGBTIQ*-Personen trauen sich nicht mehr aus dem Haus. Sie können sich kaum noch versorgen und haben auch keinen Zugang mehr zu Kondomen, um sich und andere vor HIV zu schützen.

Schlimmer noch: Viele queere Menschen mit HIV bekommen ihre Medikamente nicht mehr – entweder, weil sie selbst Angst haben, oder weil Kliniken und Organisationen Angst haben, wegen „Förderung von Homosexualität“ bestraft zu werden. Wenn Menschen mit HIV aber längere Zeit ihre Medikamente nicht mehr bekommen, kann das zu Aids und schließlich zum Tod führen.

Kurzes VIDEO: Hier ist ein Zwischenstand zu Erreichtem und Ausgaben der Initiative. Plus: Ihre kostenfreie Helpline ist inzwischen aktiv:

⏯  https://www.youtube.com/watch?v=TsT1indx0u4

 

NEWS ECHO

Tagesspiegel Zeitungsartikel 23.06.2023 (auf Deutsch)
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/queere-nothilfe-uganda-neues-bundnis-sammelt-geld-fur-verfolgte-lgbtiq-10027411.html

ntv TV-Sender Magazinartikel 01.07.2023 (auf Deutsch)
https://www.n-tv.de/panorama/Queere-in-Uganda-sind-voellig-veraengstigt-und-isoliert-article24231274.html

radioeins Radio Interview 18.07.2023 (auf Deutsch) – hört rein:
https://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/_/queere-nothilfe-uganda-.html

radioeins Radio Interview zum CSD Berlin 22.07.2023, (auf Deutsch) Interviewpartner englisch, Moderation auf Deutsch)
https://www.radioeins.de/programm/sendungen/sondersendung/csd-2023/beitraege/uganda-queere-menschen-in-gefahr.html

Alex TV Berlin Fernsehen, Preisverleihung an „Let´s Walk Uganda“ während des 45. CSD Berlin, 07/2023 (Video, englisch & deutsch)
https://www.youtube.com/watch?v=4X1E9ZkX_2k

Zeitung Tagesspiegel, Interview 10.08.2023 (auf Deutsch)
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/aktivist-derrick-kimera-uganda-ist-sehr-gefahrlich-fur-queere-menschen-10286704.html

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info@queere-nothilfe.de

 

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